Der Stromverbrauch im Haushalt


24.07.2017von der Redaktion

Stromverbrauch im Haushalt

Der zweifellos größte Stromverbrauch resultiert aus der Nutzung von Unterhaltungselektronik und Computern. Im Durchschnitt machen diese Geräte 27 Prozent des Verbrauchs aus, gefolgt von Kühl- und Gefriergeräten mit 17 Prozent. Interessant an diesen beiden Zahlen ist, dass die Dauerläufer Kühl- und Gefrierschränke mit 24 Stunden Betriebsdauer am Tag jedoch hinter der Unterhaltungselektronik rangieren. Gerade bei Fernsehern, Computern, Radios und Handys besteht in den meisten Haushalten Einsparpotenzial. Besitzer von alten oder älteren Kühlschränken könnten über die Anschaffung eines Gerätes mit besserer Energieeffizienzklasse nachdenken.

Ladegeräte, die in der Steckdose bleiben, ziehen ebenso weiter Strom, wie Fernseher, die nur durch die Stand-by-Taste abgeschaltet werden. Für Fernseher und Radios empfiehlt sich die Abschaltung durch eine Steckleiste mit Schalter.

Waschmaschinen und Trockner machen nur 13 Prozent am Gesamtverbrauch aus, Glühlampen sogar nur neun Prozent.

Neben den Verbrauchsgeräten selbst spielen noch andere Faktoren in den Stromverbrauch hinein, die sich aus der individuellen Lebensweise ergeben. Wer den ganzen Tag Computer und Radio anhat, benötigt zwangsläufig mehr Strom, als eine Person, die beruflich 14 Stunden außer Haus ist und abends liest, statt fernzusehen.

Die Art der Warmwasseraufbereitung spielt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle. Erfolgt diese über Durchlauferhitzer, treibt das den Stromverbrauch um über ein Viertel in die Höhe. Wer sein Wasserbett liebt, muss sich ebenso auf eine höhere Stromrechnung einstellen, wie der Aquarianer, der 24 Stunden die Pumpe am Aquarium laufen hat.

Grundsätzlich benötigen Einfamilienhäuser mehr Strom als eine vergleichbare Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Eine der Ursachen ist die Außenbeleuchtung. Dazu kommen die in Relation höheren Kosten für die Heizung oder einfach nur die Beleuchtung in der Garage.

Kleingeräte wie Staubsauger, Föhn oder Bügeleisen machen am Gesamtverbrauch nur 16 Prozent aus. Die Essenszubereitung fällt mit 11 Prozent ins Gewicht. Hier sind die Nutzer von Gasherden auf den ersten Blick im Vorteil, allerdings hat Gas auch seinen Preis. Die teuerste Form des Kochens stellt die Nutzung des Backofens dar. Wer viel in der Röhre zubereitet, benötigt mehr Strom, als Nutzer von Töpfen und Pfannen. Nudelwasser lässt sich übrigens kostengünstiger im Wasserkocher anstelle im Topf ohne Deckel erhitzen.