Energieberatung: Wo gibt es Hilfe?


24.07.2017von der Redaktion

Energieberatung

In jedem Haushalt lauern sie, die kleinen Energieverschwender. Teilweise handelt es sich um Geräte mit schlechter Energieeffizienz, teilweise sind sie aber selbst verschuldet. Wer das Ladegerät des Handys nach Beendigung des Ladevorgangs noch in der Steckdose belässt, treibt seine Stromrechnung ebenso in die Höhe, wie diejenigen, welche den Fernseher im Stand-by-Betrieb belassen, wenn sie ihn nicht nutzen.

Die folgende Tabelle gibt einmal einen Überblick über die Kosten, welche durch Stand-by entstehen:

Gerät** (Stand: 2008) ** typische Stand-by Leistung Jahresverbrauch nur Stand-by** (1)**
PC mit Monitor 10 Watt 80 kWh
DSL Router 12 Watt 100 kWh
Fernseher 6 Watt 50 kWh
Set-Top-Box (z. B. Sat-Receiver) 6 Watt 50 kWh
HiFi Anlage 10 Watt 80 kWh

(1) bei 8000 Betriebsstunden im Bereitschaftsmodus / Ruhezustand

Quelle: VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

Das Bundeswirtschaftsministerium schätzt den Mehraufwand für Stand-by-Betrieb auf vier Milliarden Euro jährlich!

Um vor dem Schlafengehen den Schalter zu drücken, bedarf es keiner Energieberatung. Dennoch bieten die unterschiedlichen Beratungsstellen, Verbraucherberatung, Stromspar-Check der Caritas oder Energieagenturen vom kostenlosen Erstgespräch bis zur Ausleihe von Strommessgeräten einen Rund-um-Service, wenn es darum geht, die Stromkosten zu senken.

Die Beratungsstellen

Zahlreiche Stellen bieten inzwischen Beratungen darüber an, wie Haushalte am besten Strom sparen können.

Verbraucherzentralen und Caritas

Für bereits zehn Euro können Mieter und Eigentümer den Stromcheck durch die Verbraucherzentralen durchführen lassen. Ein Mitarbeiter misst dabei Strom-, Heizenergie und Wasserverbrauch. Im Rahmen einer schriftlichen Zusammenfassung gibt er den Bewohnern die ersten Handlungsempfehlungen. Die Dauer der Beratung überschreitet selten eine Stunde. Einkommensschwache Haushalte sind von der Gebühr befreit, sofern sie den „Stromspar-Check" der Caritas nutzen. Die von der Caritas beauftragten Stromsparhelfer installieren kostenlos, sofern dies notwendig ist, auch stromsparendes Zubehör, beispielsweise Energiesparlampen.

Die Terminvereinbarung erfolgt telefonisch mit der nächstgelegene Beratungsstelle.

Die Verbraucherzentralen wenden sich mit dem „Gebäude-Check" gezielt an Eigenheimbesitzer. Im Rahmen dieses Checks wird die gesamte Haustechnik analysiert und der mögliche Einsatz regenerativer Energien geprüft. Die Dauer dieser Beratung ist mit zwei Stunden angesetzt, wird, wie der Stromcheck, durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert und kostet daher nur 20 Euro.

Klimaschutzagenturen

Klimaschutzagenturen bieten ebenfalls eine kostenlose Erstberatung zum Thema „Stromkosten senken" an. Dazu zählt auch ein Beratungsgespräch über den möglichen Einsatz regenerativer Energien. Darüber hinaus stellen sie ohne Entgelt Strommessgeräte zur Verfügung. Damit können Verbraucher zu Hause herausfinden, welches Gerät im Haushalt am meisten Strom verbraucht. Klimaschutzagenturen vermitteln auch Experten, beispielsweise spezielle Energieberater, in der näheren Umgebung der Ratsuchenden.

Energieversorger

Energieversorger verkaufen nicht nur Strom, sie bieten ihren Kunden auch Beratungen darüber an, wie diese ihren Stromverbrauch senken können. Dabei finden Verbraucher Unterstützung vor Ort zu den Themen Energieeffizienz und dem Einsatz regenerativer Energien. Das Schöne für den Ratsuchenden ist, dass die Versorger dies als kostenlosen Service bieten.

Einkommensschwache Haushalte sollten bei den Stadtwerken vor Ort vorstellig werden. Diese bieten teilweise nicht nur kostenlose Beratungen an, sondern darüber hinaus auch kostenlose Energiesparpakete.