Stromrechnung: Was muss beachtet werden?


24.07.2017von der Redaktion

Die Stromrechnung

Der einen oder andere Verbraucher steht am Ende des Jahres etwas ratlos vor seiner Stromrechnung. Die Stromrechnung muss vom Gesetzgeber vorgeschriebene Bestandteile enthalten, die ersichtlich machen, wie die Abrechnung zustande kommt. Zunächst einmal muss die Liegenschaft oder Wohnung benannt sein, für die eine Abrechnung erstellt wurde. Auf der Abrechnung muss die Zählernummer angegeben sein, um eventuelle Abweichungen überprüfen zu können.

Während des Jahres leistet der Stromkunde monatlich oder alle zwei Monate eine Abschlagszahlung an den Versorger. Diese Abschlagszahlung basiert entweder auf der Vorjahresrechnung oder einer Schätzung des Versorgers. Die Rechnung muss folglich auch die über das Abrechnungsjahr geleisteten Abschlagszahlungen berechnen. Die Angabe des Abrechnungszeitraums ist natürlich ebenso zwingend, wie das Herz der Rechnung, der Stromverbrauch. Neben dem sogenannten Arbeitspreis, dem Preis pro Kilowattstunde führt die Rechnung auch den sogenannten Grundpreis, der unabhängig vom Verbrauch kalkuliert wird, auf.

Zeitraum der Abrechnung Menge oder Verbrauch in kWh Angebot / Produkt Arbeitspreis netto Grundpreis netto
01.04.2007 - 31.03.2008 4.547 kWh Standardtarif 0,1403 €/ kWh 61,68

Grundpreis und Arbeitspreis variieren in der Höhe je nach Tarif. In der Regel sinkt der Arbeitspreis, je höher der Grundpreis ausfällt.

Bedauerlicherweise enthält eine Stromrechnung aber nicht nur diese beiden Angaben zuzüglich der Mehrwertsteuer, sondern noch eine ganze Liste weitere Kosten und Abgaben, außer der EEG-Umlage.

Neben dem reinen Zahlenwerk verpflichtet der Gesetzgeber die Verbraucher aber noch zu weiteren Informationen. So muss beispielsweise klar ersichtlich sein, wie sich der Strom zusammensetzt. Das bedeutet, die Anteile an Atomstrom, Strom aus Kohle und regenerativer Stromquellen müssen aufgelistet werden. Als Vergleichsvorgabe muss der Versorger den bundesrepublikanischen Durchschnittswert angeben. Die Kosten für den Netzzugang müssen ebenfalls klar ersichtlich sein. Hinsichtlich der Umweltbelastung aus der Stromerzeugung muss der Lieferant dem Verbrauch ausweisen, wie hoch der Anteil an radioaktivem Abfall und der Ausstoß an Kohlendioxid anteilig auf den einzelnen Abnehmer ausfällt. Liefert der Versorger keinen eigenen Strom oder kauft über die Börse oder außerhalb der Europäischen Union Strom dazu, muss dieser Anteil ebenfalls mit allen Details gekennzeichnet sein.

Alle diese Details machen am Ende die mehrseitige Stromrechnung aus. Was die meisten Verbraucher aber letztendlich am meisten interessiert, ist die Differenz zwischen Abschlagszahlung und Endabrechnung.